FC Bayern | 19.03.2019 | English | Español

Kapitän geht voran

Neuer will „voll im Saft“ in die Rückrunde starten

Die Ärmel hochgekrempelt, fokussiert und stets ein Lächeln auf den Lippen – so erlebte man Manuel Neuer an den ersten Tagen in Doha. Nachdem er das Trainingslager im Vorjahr aufgrund seiner Fußverletzung noch hatte ausfallen lassen müssen, ist der Kapitän nun wieder an Bord. „Ich bin natürlich froh, die Vorbereitung auf die Rückrunde mit der Mannschaft mitmachen zu können“, sagte der 32-Jährige, der die schweren Trainingseinheiten vor Ort nicht scheut: Das Ziel sei es, „mich so vorzubereiten, dass man zu Beginn der Rückrunde sagen kann, man ist voll im Saft“.

Denn die Bayern und Neuer haben viel vor in der in der zweiten Saisonhälfte. „Wir haben etwas wiedergutzumachen und sind hochmotiviert“, sagte der Torhüter über die ungewohnte Rolle, nach der Winterpause nicht als Gejagter, sondern als Jäger in die Bundesliga starten zu müssen. „Ich würde gerne tauschen“, sagte Neuer, der die Hoffnung noch lange nicht aufgegeben hat, Spitzenreiter Borussia Dortmund noch abfangen zu können. Über eine ganze Saison habe jede Mannschaft mal eine Schwächeperiode und „wir werden sehen, ob es auch auf Dortmund zutreffen wird“.

Neuer hat einiges vor in der Rückrunde

Jetzt liegt es aber erst einmal am FC Bayern, die zuletzt gezeigten Leistungen auch im neuen Jahr zu bestätigen. „Wir wollen natürlich unsere Spiele gewinnen und unsere Hausaufgaben machen. Das wird schwierig genug“, mahnte der Bayern-Kapitän, dem die fünf Siege zuletzt in der Meisterschaft - die letzten vier sogar ohne ein einziges Gegentor - Auftrieb gegeben haben. „Es war positiv, dass wir eine Zu-null-Serie gestartet haben und mit diesem Gefühl sind wir auch ins Trainingslager gefahren“, so der Keeper.

Zumal Neuer in der ersten Saisonhälfte häufiger in der Bundesliga hinter sich greifen musste (18 Gegentore), als er es in vorangegangen Spielzeiten gewohnt war. „Natürlich war es keine leichte Hinrunde, weil es auch nicht unbedingt für mich gelaufen ist“, gestand der viermalige Welttorhüter ein. Von Trainern und Kollegen - auch außerhalb des FC Bayern - habe er aber „positives Feedback bekommen“, sodass es die Situation gut einzuschätzen wusste.

Chancen gegen Liverpool? 50:50!

Der Weltmeister von 2014 blickt lieber nach vorne, schließlich sind die Bayern ja noch in drei Wettbewerben im Geschäft: Neben dem DFB-Pokal-Achtelfinale bei Hertha BSC im Februar warten noch die Kracher gegen den FC Liverpool im Champions-League-Achtelfinale auf ihn und seine Teamkollegen. Hierfür schätzt Neuer die Chancen der Münchner auf ein Weiterkommen als „Fifty-Fifty“ ein.

Die Reds seien „eine klasse Mannschaft“, defensiv- und konterstark. Doch man habe auch gesehen, „dass sie verwundbar sind“, sagte Neuer und fügte an, dass auch beim Gegner Respekt vor dem deutschen Rekordmeister herrscht. „Ich denke, dass Liverpool jetzt auch nicht ganz so gerne gegen den FC Bayern spielen will.“